Mai 142012
 

Die Frage der Woche:

Wieso verdienen unsere Politiker so viel mehr wie Politiker in anderen Ländern? Es kann doch nicht immer sein, dass die Bürger sparen, sparen sparen müssen und die Politiker sich selbst das Gehalt erhöhen wann immer sie wollen?

Die Antwort als Youtubevideo von Landeshauptmann Luis Durnwalder persönlich:

Zusammengefasst:

Es stimmt, dass Politiker viel verdienen, aber im Verhältnis verdient Durnwalder ungefähr “ein Drittel von einem Bankdirektor mittlerer Grösse”.

Die Gehälter der Politiker in Südtirol liegen italienweit “in der Mitte”. In 8 Regionen verdienen die Politiker weniger, in 8 Regionen verdienen sie mehr (insgesamt hat Italien 20 Regionen…)

Ein Landtagsabgeordneter verdient 5.800 Euro im Monat und bekommt keine “Pension”.

Durnwalder wird 5.800 Euro im Monat Pension bekommen. “Ist auch schön”.

Am Ende noch die Aufklärung, warum ein Politiker “ordentlich gezahlt werden soll”, denn:

Man kann von ihm verlangen, dass er da ist, wenn man ihn brauch, dass er arbeitet, dass er offen und ehrlich ist

Siehe auch: Wieviel verdienen Südtirols Politiker?

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Mai 092012
 

Viele viele neue Nachrichten:

Pelikan 1 ist wieder ready for take-off:

“Notruf – Rettung aus der Luft” läuft weiter: Ab Juni ist das Rettungsteam des Südtiroler Landesrettungshubschraubers Pelikan I auf RTL II wieder im Einsatz.

M13 verliert wieder Peilsender:

Mittlerweile ist klar, dass die fehlenden Signale auf den defekten GPS-Sender zurückzuführen sind. Momentan gibt es keine Hinweise auf den Aufenthaltsort von M 13. “M 13 ist wahrscheinlich nach wie vor in Graubünden [..]“

In 21 Gemeinden Südtirols gibt es jetzt kostenloses Wlan.

Wo genau ist unklar. Irgendwo “in diesen 21 Ortszentren Südtirols“.

Und die eine der besten Meldungen der letzten Wochen:

Die BürgerUnion wirft den SVP-Arbeitnehmern vor, Ideen und Vorschläge der BürgerUnion für Pressemitteilungen abzukupfern

 

Die SVP-Arbeitnehmer leiden offenbar unter dem Guttenberg-Syndrom.

 

Diese „Copy&Paste-Politik“ wäre ja noch erträglich, wenn die SVP-Arbeitnehmervertreter wenigstens für die Vorschläge der BürgerUnion stimmen würden

 

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Apr 172012
 

Nachgefragt, hat Eva Klotz bei der letzten Landtagssitzung, ob “man sich mit der neuen Technik des Mobilfunks über Glasfaser auseinandergesetzt habe”.

Vor dem Hintergrund der Diskussionen über gesundheitsschädliche Auswirkungen von Handy-Umsetzern fragte Eva Klotz nach dem Bestand der Handymasten in Südtirol, nach der Zahl der 2011 neu dazu gekommenen Masten und nach den durchgeführten Messungen. Sie fragte auch, ob man sich mit der neuen Technik des Mobilfunks über Glasfaser auseinandergesetzt habe.
Die Standorte könnten im Geo-Browser des Landes nachgelesen werden, antwortete LR Michl Laimer. Es seien hunderte von Umsetzern, die allesamt eine genaue Prozedur durchlaufen hätten. Die Messungen würden von der Umweltagentur nach internationalen Protokollen durchgeführt, die Messgeräte laufend geeicht. Einen Mobilfunk über Glasfaser gebe es nicht, das könne man schon dem Wort entnehmen.

1:0 für Michl Laimer

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Apr 062012
 

Mitte Juni wird das Europaparlament über ACTA entscheiden.

Was Südtirols Europaparlamentarier, Herbert Dorfmann, über ACTA denkt, kann man hier nachlesen.

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Karten mit Wasserfarbe

 Extra, Internet  Kommentare deaktiviert
Apr 022012
 

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Mrz 312012
 

Update: Es handelt sich um einen Aprilscherz von stol.it.

Der Ultner Bär ist jetzt mit einer Kamera ausgestattet worden und soll ab Sonntag Bilder “ins Internet” liefern.

Nachdem der Peilsender, der wahrscheinlich über GSM funkte, nicht funktioniert hat, soll die neue Kamera die Daten über Satellit absenden.

Das Ganze hat nur 25.000 Euro gekostet.

Sinn und Zweck der Aktion:

Wenn genügend Beweise für die blutigen Taten des Bären zur Hand sind, dürfte Rom leichter eine Abschussgenehmigung erteilen. “Hier sind Videoaufnahmen sicher eindrucksvoller als der Weg eines Signals auf der Landkarte”, unterstreicht Amtsdirektor Erhard.

Letzte Woche meldeten sich Josef Noggler und Arnold Schuler mit folgenden Worten:

“Wer im gesetzmäßigen Besitz einer Schusswaffe ist, darf diese auch gebrauchen, um die unmittelbare Gefahr für sich, für andere Menschen und die eigenen Güter, also auch die Tiere, zu schützen.”

Hier klicken um den Gastbeitrag “Sie haben keine Scheu” zu lesen.

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Mrz 232012
 

BOOM!

Forscher der Scuola Superiore Sant’Anna in Pisa haben gemeinsam mit dem “Laboratorio Nazionale di Reti Fotoniche” und Ericsson 1 Tbit/s über einen Glasfaserkanal eines kommerziellen Anbieters übertragen.

Als Teststrecke wurde ein Netz von 300 km Länge in Spanien genutzt.

Damit haben sie ihren vorherigen Rekord von 449 Gbit/s gebrochen.

Um den Rekord der in Südtirol installierten Netze zu brechen, muss noch hart gearbeitet werden. Diese sind 10 mal schneller :)

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Mrz 202012
 

(Ein Gastbeitrag von M13)

“Ich stand drei bis vier Meter vor ihm und er zeigte keinerlei Scheu”
Als ich das letzte Mal in dieser Gegend unterwegs war, haben sie mich beschossen und ich bin eingeschlafen.
Nach dem Aufwachen hatte ich ein störendes Gerät an mir.

Ich war in einem Land mit Bergen und Wäldern. Und Bächen. Ich sah Touristen, anfangs. Diese hatten panische Angst, riefen Politiker zu Hilfe, beschwerten sich bei den Gastwirten über mich und belieferten Zeitungen mit erschreckenden Schlagzeilen.

Von den Politikern gibt es 2 Arten. Einmal solche, die Entscheidungen treffen. Und solche, die Entscheidungen treffen möchten, es aber nicht dürfen. Solche Politiker sollten dann entscheiden, wie ich mich zu verhalten habe. Das Wichtigste: Ich soll keinem Menschen Schaden zufügen. Politiker wollen nur das Beste für das Volk.

Um die Umwelt, meine Umwelt, zu schonen, fahren sie in Bussen und Zügen und Seilbahnen. Man steckt eine Karte in einen grünen Automaten und man benutzt das Verkehrsmittel. Praktisch.

Dann machen sie Strom. Dafür haben die Menschen Turbinen und Generatoren an die Bäche gebaut und diese produzieren diesen Strom. Den Strom benutzen sie dann um ihre Lebensräume zu beleuchten, Maschinen anzutreiben und kleine Datenpakete zu übertragen. Sehr schnell, sagen sie. Hunderte Terabits. Die Sekunde! Sagen sie.

Und dann forschen diese Menschen! Sie forschen, ob eine 5.000 Jahre alte Mumie an Laktoseintoleranz litt. Und was die Mumie vor dem Tod gegessen hat. Wahnsinn, was die alles erforschen.

Einige Menschen wollten mich loswerden. Nur konnten sie mich nicht einfach töten. Es gibt nämlich nicht viele wie mich.

Wir Bären essen und schlafen im Wald. Seit Jahren. Doch diese Menschen haben jetzt Angst vor mir. Die Politiker von vorhin, die schrieben in die Zeitungen, dass sie mich loswerden wollen. Nicht alle Menschen wollten mich loswerden. Vielen war es egal, ob ich im Wald neben ihnen lebte. Andere hatten sowieso keine Zeit, sich über mich Gedanken zu machen. Einige mussten einer Arbeit nachgehen, andere mussten Wasserkraftwerke an Verwandte und enge Bekannte um wenig Geld verkaufen. Andere grübelten über eine contactless Hightechbuskarte. Einer war in Brüssel und meinte, er müsse Adidas vor billigen Chinafälschern schützen. Und sie stellen Fragen zur Allgemeinbildung, zu denen niemand eine Antwort hat.

Deshalb bin ich abgehauen. Mit dem störenden Gerät an mir. Diese hat jedoch nicht lange funktioniert. Nach einigen Tagen hat es aufgehört zu funken. Die Menschen hier können nur Kurzfunkchips bauen. Für den Bus. Sagten sie.

Nach einigen Wochen habe ich das Gerät abgelegt. Hat eh nicht funktioniert.

Den Winter habe ich anderswo verbracht. Ich dachte mir, die Menschen würden mich vergessen. Die Menschen vergessen schnell. Vor einigen Tagen hörte ich, der Chef von den Kurzfunkchips hatte nun in allen Bussen und Zügen, die ich damals sah, das neue Contactlessding eingebaut. Und im Internet kann man kontrollieren, wohin man gefahren ist und wieviel das gekostet hat.

Billiger ist es geworden, sagen sie. Günstiger erst ab 5.000 km oder so, sagen sie.

Und da im Internet das jetzt alles steht, können die Menschen wieder forschen. Dazu fahren sie in Gruppen (Delegation genannt) in den Westen Frankreichs und erforschen dort Metrobusse. Ein Metrobus ist wie ein normaler Bus, nur fährt er alle 10 Minuten. Den Menschen, die nicht mit auf die Studienreise durften, sendet man ein Foto der Gruppe, wie diese auf den Metrobus wartet.

Das Foto sendet man über das Internet nach Hause. Über das freie Netz. Das Netz, in dem diese Geschichte steht. In dem Netz, aus dem nur ein Gericht etwas löschen oder sperren soll. Sollte es illegal sein. Nicht ein Provider. So wie mich nicht jeder beliebige Tourist abschiessen darf. Auch ich versuche mich an Regeln zu halten. Bis jetzt ist kein Mensch an mir zu Schaden gekommen. Für mich ist der Wald kein rechtsfreier Raum. So wie auch dieses Internet kein rechtsfreier Raum ist.

Illegale Aktivitäten sind für Menschen im realen Leben illegal und auch im Internet illegal. Würde man durch Insidergeschäfte, zum Beispiel im Energiewesen, zu viel Geld kommen, wäre dies im realen Leben und im Internet illegal. Das Medium spielt keine Rolle.

Und wenn jemand über dieses Internet entscheidet, der theoretisch mehr mit der Landwirtschaft, also mit mir, zu tun hat, sollte er versuchen das mit dem Internet zu verstehen. Die Leute, die auf die Strasse gingen, in Meran und Bozen, hatten vielleicht nicht alle das Problem begriffen, viele jedoch schon. Das kann man im Internet nachlesen und nachhören. Noch. Denn “viele der Vorwürfe, die in diesen Tagen in Pressemitteilungen gemacht worden sind”, sind nicht auf ein wenige Minuten kurzes Video zurückzuführen.

Um zu meiner Rückkehr zurückzukommen: Da die Menschen vergessen, habe ich mich entschieden, jetzt wieder zurückzukommen. Unter neuem Namen: “M13Trade”.

Und was treffe ich sofort nach meiner Ankunft? Eine “Wandrerin”. Diese hat  sofort den Jagdaufseher geholt.

Der ist mit seiner kleinen Tochter und einem kläffenden Hund zu mir gekommen und hat ein Video von mir gedreht. “Er hatte keine Scheu”.
Nach einer Weile bin zurück in den Wald. Der Jagdaufseher hat das Video an die Presse geschickt und die Geschichte erzählt.

Dass seine Tochter dabei war, hat der Redakteur einige Stunden später vom Internet genommen. Ob die Information falsch war, oder ob es für den Jagdaufseher besser war, ohne kleine Tochter im Wald zu sein, weiss niemand. Wichtig ist jedoch, dass es der Redakteur vom Netz genommen hat. Nicht der Provider.

Ich bin jetzt wieder weg. Macht’s gut. Und hab’t neue Headless-Pässe und -Systeme, wenn ich zurückkomme!

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